Micro Technologies

Alles wird kleiner – die von Industrieunternehmen getragene Fachabteilung VDMA Micro Technologies vertritt die Branche in den Bereichen Mikrokomponenten, Mikromaschinen sowie Mikroproduktionsanlagen.

VDMA Micro Technologies ist eine von ca. 50 Industrieunternehmen getragene Fachabteilung innerhalb des Fachverbands Elecotronics, Micro and Nano Technologies. Die Mitgliedsunternehmen sind in den vielfältigen Märkten für Mikrokomponenten und den speziellen Märkten für Mikroproduktionsanlagen und -maschinen tätig.

Ziele und Aufgaben

Die deutsche und europäische mikrotechnische Industrie ist im internationalen Wettbewerb und im Triadenvergleich gegenüber USA und Japan gut aufgestellt. Es ist das Ziel und die Aufgabe des VDMA Micro Technologies, die Mitgliedsunternehmen dabei zu unterstützen, die im internationalen Vergleich vorhandenen technischen Stärken in Markterfolge umzusetzen. Wirtschaftlich erfolgreiche Produkte und Verfahren benötigen Mikrotechniken. Mikrotechniken bieten den Freiraum für Neu- und Weiterentwicklungen. Die Vielfalt der Mikrotechniken  und ihrer Märkte ist besonders breit und dynamisch. Der weltweite Wettbewerb um die Zukunftsmärkte der Mikrotechniken erfordert Informationen über die internationale Entwicklung. Gleichzeitig sind auf dem Gebiet der Mikrotechniken zusammenhängende Informationsplattformen noch nicht so entwickelt wie bei etablierten Branchen. Es fehlt häufig an Wissen über Prozess- und Wertschöpfungsketten.

Leistungen

Über das Netzwerk VDMA stehen den Mitgliedern Plattformen für den Dialog mit Kollegen aus anderen Industriebranchen zur Verfügung. Diese Branchendialoge reichen jedoch weiter: Nicht nur mit Branchen, sondern auch mit neuen Wissensgebieten wie der Nanotechnologie oder den Wissenschaften führt der VDMA Micro Technology den Dialog. Konkretisiert wird der Branchendialog in Fachgesprächen zu ganz bestimmten Fragestellungen. Über den VDMA Micro Technologies und das VDMA-Netzwerk werden ständig neue vielversprechende Märkte erschlossen. Das nutzt den Mitgliedern ebenso wie die Konjunkturumfrage als Benchmark für die eigene Positionierung.

Micro Technologies und Photonik

Der Laser als Kern der Photonik ist das Werkzeug der Mikrotechniker. Ohne den Laser wären Mikrokomponenten und Produktionssysteme zur Bearbeitung von Mikro- und Nano-Strukturen nicht möglich. Auch der Trend zur Miniaturisierung bei zahlreichen Produkten des verarbeitenden Gewerbes, der verschiedene Triebfedern hat, u.a. Funktionsverdichtung, Ressourcen- und Energieeffizienz, wäre nicht möglich. Licht transportiert Energie in Form von Lichtquanten oder Photonen, welche die Mikrotechniker benötigen, um im Mikro- und Nano-Maßstab  Material zu schneiden, bohren, Oberflächen zu strukturieren und dünne Schichten abzutragen.

Im Wesentlichen wird der Laser und damit die Photonik bei folgenden Arbeitsvorgängen eingesetzt:

  • Abtragen: Laser sind auf Grund ihrer hervorragenden Fokussierbarkeit in der Lage, außerordentlich präzise und selektiv Material von Metallen, Keramiken, Polymeren oder auch von Schichtsystemen abzutragen. Das macht die Erzeugung kleinstmöglicher Mikrostrukturen (< 15 µm) und von 3D-Objekten möglich.
  • Auftragen: Der Lasereinsatz ist oft auf kleinere Serien beschränkt, macht ihn aber auch zu einem idealen Werkzeug des »Rapid Prototyping«, also des schnellen Anfertigens erster Versuchsmuster, und zu einem zentralen Werkzeug für die additiven Fertigungsverfahren.
  • Schneiden: Mittels Laserfeinschneidens lassen sich Folien, Halbleiter oder Keramiken im Bereich von weniger als 10 μm schneiden und Mikrostrukturen mit einer Auflösung im Bereich einiger Mikrometer oder 3D-Objekte generieren. Einsatzmöglichkeiten liegen hier beispielsweise im Schneiden von Masken aus Kunststoffen oder von Stents aus Metallen.
  • Bohren: Auf Grund der exzellenten Fokussiereigenschaften sind Laser vor allem für das Bohren feinster Löcher und für die Erzeugung von Mikrolöchern (Durchmesser > 50 µm) bei bis zu 1 mm dicken Metallkörpern geeignet.
  • Strukturieren: Fein fokussierbare Laser können auch und gerade zur Mikrostrukturierung benutzt werden.
  • Mikrogravur: Laser sind in der Lage, alle gängigen Materialien zu beschriften wie zum Beispiel Halbleiter, Metalle, Gläser, Kunststoffe, Keramiken, Leiterplatten oder medizintechnikscher Produkte. Die Markierung muss maschinenlesbar, ohne Einfluss auf die weiteren Herstellungsschritte und am Ende der Prozesskette immer noch eine eindeutige Identifizierung zulassen.
  • Schweissen
  • Prüf- und Messtechnik

Gerade in der Fein- und Mikrotechnik hilft der Laser, vieles wirtschaftlich realisierbar zu machen, teilweise wird die Herstellung bestimmter Produkte durch die Lasertechnik überhaupt erst möglich.

Hier gelangen Sie zur Homepage von VDMA Micro Technologies.

Kontakt:

Ponnappa Cheranda
VDMA Micro Technology
Tel.: (+49 69) 66 03-19 71
E-Mail: ponnappa.cheranda@vdma.org