Photonics21-Studie zeigt Wachstumspotential der Europäischen Photonik-Industrie auf

Photonics21

Photonik ist auch in der EU ein Wachstumsmotor: 2015 hat die europäische Branche fast 10 Mrd. Euro in Innovationen investiert. Bis 2020 sollen 42.000 neue Jobs entstehen.

Die europäische Technologie Plattform Photonics21 hat in einer aktuellen Marktforschungsstudie die Lage der Photonik-Industrien in Europa und auf dem Weltmarkt untersucht. Damit ergänzt sich die Studie hervorragend mit der VDMA-Studie „Photonik in Deutschland – Branchenreport 2017“

Überdurchschnittliches Marktwachstum in der EU
Die Produktionsmenge in der europäischen Photonik-Branche (ohne Photovoltaik) hat sich gut entwickelt: Sie beziffert sich auf 66,7 Milliarden Euro im Jahr 2015. Die Produktion photonischer Produkte in der EU hat damit in den vergangenen 10 Jahren um insgesamt 62 % zugelegt und weist ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 5 % aus. – weit höher als die durchschnittliche Wachstumsrate des Bruttosozialproduktes in Europa.

Photonik global: Europa steigt auf Platz 2 auf
Die Photonik spielt auch weltweit eine bedeutende Rolle als „Enabling Technology“ für viele innovative Produkte. Sie hat sich in den vergangenen 50 Jahren von einem Forschungsfeld im Verborgenen zu einer Technologie entwickelt, die aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken ist. Das trug dazu bei, dass der Weltmarkt für Photonik weitaus schneller wächst als das weltweite Bruttoinlandsprodukt (GDP). Ende 2015 bezifferte sich der Weltmarkt für photonische Anwendungen auf 447 Milliarden Euro – und hat sich damit in den letzten 10 Jahren verdoppelt. Europa hält nach China inzwischen Position 2 in der Produktion. Japan, die frühere Nummer eins, ist genauso wie die USA zurückgefallen.

Industrie investiert 4,7 % ihrer Umsätze in Forschung und Entwicklung
Die europäische Photonik-Industrie hat 2015 fast 10 Milliarden Euro in Innovationen investiert, die sowohl in Forschung und Entwicklung als auch als direkte Investitionen flossen. Die Studie von Photoncis21 hat ermittelt, dass die europäischen Photonik-Unternehmen im Schnitt 4,7 % ihrer Umsätze in neue Anlagen investiert haben. Bezieht man die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung mit ein, kommt man auf eine Forschungs- und Entwicklungsquote vom Umsatz von fast 10 %, was weit über der Quote vieler anderer Industrien liegt.

Auch die EU und viele ihrer Mitgliedsländer unterstützen die Photonik in ihren Innovationsanstrengungen. In diesem Prozess spielt das Photonics21 Public-Private Partnership (Photonics PPP), das 2013 zusammen mit der Europäischen Kommission im Rahmen von Horizon 2020 ins Leben gerufen wurde, eine wichtige Rolle. Fast 280 Millionen Euro hat die Photonics Unit der EU-Kommission in den vergangenen 3 Jahren an Mitteln direkt bereitgestellt und insgesamt 654 Projekte gefördert, von denen etwas mehr als die Hälfte industrie- und damit marktnah sind.

Photonik bleibt Jobmotor
Für Ende 2020 wird erwartet, dass in der europäischen Photonik-Branche 313.000 Menschen beschäftigt sein werden. Die Prognose der Beschäftigungszahlen für 2020 beruht auf der bisherigen Branchenentwicklung: Ende 2015 beschäftigte die Photonik-Industrie (ohne Photovoltaik) in der EU 290.000 Menschen – ein Wachstum von 1,7 % seit 2011. Damals waren es noch 271.000; von 2011 bis 2015 kamen also 19.000 neue Jobs hinzu. Geht man davon aus, dass dieses Beschäftigungswachstum bis 2020 anhält, werden 42.000 neue Stellen seit 2011 hinzugekommen sein.

 

Download der vollständigen Studie und weitere Informationen unter:

http://www.photonics21.org

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