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Photonik - Hochdynamischer Wachstumsmarkt

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Die Photonik stellt heute einen hoch dynamischen und global umworbenen Weltmarkt dar. Sie hat sich von einer Nischentechnologie zu einer bedeutenden Schlüsseltechnologie entwickelt und gilt als Treiber für Innovationen.

Welt

Der weltweite Umsatz der Photonik-Industrie lag 2011 bei etwa 350 Mrd. Euro und ist seit 2005 (228 Mrd. Euro) durchschnittlich real um rund 6,5 Prozent jährlich gewachsen und übertrifft somit das Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um mehr als das Doppelte. Die Photonikproduktion zeigt neben einer starken Marktanteilsverschiebung hin zu China, das mit 21 Prozent Marktanteil nun fast gleichauf mit Weltmarktführer Japan liegt, eine deutliche Tendenz zur Spezialisierung der Länder auf bestimmte Anwendungssegmente.

Europa

Mit fast 60 Mrd. Euro Umsatzvolumen und einem Marktanteil von rund 18 Prozent konnte Europa seine führende Weltmarktstellung unterstreichen und liegt damit vor Nordamerika (12 Prozent). Neben vielen industriellen Marktführern wird die Photonikindustrie von über 5.000 hochinnovativen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) geprägt. Die Beschäftigtenzahl liegt bei etwa 300.000, wobei die Zahl unter Berücksichtigung aller Subunternehmen wesentlich höher liegt. Schon jetzt sind laut einer Studie der Europäischen Kommission 20 bis 30 Prozent der europäischen Wirtschaft von der Schlüsseltechnologie Photonik abhängig.

Deutschland

Auch deutsche Unternehmen zählen zu den Weltmarktführern zahlreicher Teilbereiche der Photonik. Die Inlandsproduktion belief sich 2011 auf rund 27 Mrd. Euro und ist seit 2005 (17 Mrd. Euro) mit durchschnittlich real rund 7 Prozent leicht höher als der weltweite Durchschnitt und weit höher als das deutsche BIP und die deutsche Industrieproduktion gewachsen. Deutschlands Weltmarktanteil liegt bei durchschnittlich rund 8 Prozent, in den starken Kernbereichen Deutschlands (Produktionstechnik, Bildverarbeitung & Messtechnik, Optische Komponenten & Systeme, Medizintechnik) liegt dieser mit 10 bis 16 Prozent sogar deutlich darüber. In Europa nimmt Deutschland mit einem Anteil von 40 Prozent eine Spitzenstellung ein. Deutschlands Exportquote von durschnittlich 66 Prozent liegt über der des Verarbeitenden Gewerbes; auch die F&E-Quote von 9 Prozent liegt über dem Industriedurchschnitt. Die Beschäftigtenzahl (einschließlich der direkten Zulieferbranchen) lag 2011 bei 134.000, seit 2005 wurden rund 30.000 neue Arbeitsplätz geschaffen.

Prognose

Bis 2020 soll der weltweite Photonikmarkt auf rund 615 Mrd. Euro wachsen und so auch zukünftig maßgeblich zu Wohlstand und neuen Arbeitsplätzen beitragen. Für Deutschland wird eine Inlandsproduktion von knapp 44 Mrd. Euro erwartet, wobei die Bedeutung der Kernbereiche weiter zunehmen wird. Die Beschäftigtenzahl inklusive Zulieferer soll auf rund 165.000 steigen. Der Trend zu intelligenten Systemlösungen wird für die Photonik dabei wesentlicher Wachstumsmotor sein.

Bildquelle : Khackimullin / Fotolia

Löffler, Annika
Löffler, Annika
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